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Jedes Ende ist ein Anfang Das Studium geht zu Ende

3 Jahre sind fast vorbei. 3 Jahre, in denen ich viel gelernt habe, nicht nur BWL sondern auch über mich selbst. 3 Jahre, in denen ich in drei verschiedenen WGs in zwei verschiedenen Ländern gewohnt habe. 3 Jahre, in denen ich so viel Neues und Aufregendes erleben durfte und mir ein Leben in Holland aufgebaut habe.

Wenn ich die letzten drei Jahre reflektieren lasse, fällt mir auf, wie schüchtern ich damals eigentlich war. Ich habe mir viele Sachen nicht zugetraut und hatte auch schon vor Beginn des Studiums Zweifel, ob ich alles auch so schaffen werde. Ich habe viel erleben dürfen, besonders durch den Job im Marketing Team, bei dem ich das Facebook Portal betreuen konnte und viel Promotionsaktivitäten machen konnte. Das tägliche Fahrradfahren, Lernabende in der Bib oder auch bei Festivals wie dem Kings Day, mein Job als Teaching Assistant für Statistik, die Niederländisch-Sprachkurs, Selbstverteidigungskurs, All-You-Can-Eat Sushi bei Ginza, Städtetrips durch ganz Holland und erfolgreiche Projekte haben mein Leben hier geprägt und ich habe versucht, alles rauszuholen aus dieser Zeit.

Ich kann ehrlich sagen, dass ich den Schritt, hier hin gegangen zu sein immer wieder so machen würde, da die Uni wirklich toll ist! Ich bin immer sehr gerne zur Uni gegangen und auch das ganze holländische Leben ist eine Erfahrung wert. Wenn ich an die letzten Jahre denke, fällt mir fast kein negativer Punkt ein (außer das Fahrradfahren im Regen und die unverschämt teuren Mensa-Preise!). Ansonsten ist es hier wirklich super. Alles ist so gut strukturiert, man bekommt so viel Unterstützung, egal was man machen möchte. Ich konnte ein Semester lang in Südafrika studieren, ein Praktikum als Teil meines Studiums machen und mich auf den Business & IT Bereich als Wahlmodul spezialisieren. Du bist hier nicht nur eine Nummer, sondern der Uni ist es wichtig, dass du das Beste aus dem Studium rausholen kannst, ganz nach deinen Interessen und Wünschen. 

Es fühlt sich komisch an, zu wissen, dass ich hier viele Dinge ein letztes Mal tun werde. Ein letztes Mal eine Klausur schreiben. Ein letztes Mal eine Veranstaltung besuchen. Ein letztes Mal eine Gruppenpräsentation halten. Bald auch ein letztes Mal die RB51 nehmen wenn ich vom Heimat-Wochenende nachhause komme und ein letztes Mal Kings Day feiern. Ich werde bestimmt vieles vermissen und mich an viele Dinge gerne zurückerinnern.

Aber jedes Ende ist zugleich auch ein Anfang. Momentan bin ich dabei, meine Bachelorarbeit über Künstliche Intelligenz und Marketing zu schreiben. Sobald ich damit fertig bin, werde ich für ein halbes Jahr nach Hamburg gehen um dort ein Praktikum zu machen (Tipp: es ist ein riesiges, deutsches Unternehmen in der Luftfahrtbranche, in der ich schon immer arbeiten wollte). Statt direkt mit dem Master zu beginnen werde ich also ein „Gap Year“ machen um praktische Erfahrungen zu machen, zu reisen und mir klar zu werden, wo mich meine weitere Reise hinführt.

Ich hoffe, ich konnte euch die letzten drei Jahre einen guten Einblick geben, was es heißt, Studentin an der UT zu sein. Das Bloggen hat mir viel Spaß gemacht und bin dankbar, dass ich die Chance bekommen habe, die erste „UT Studi Bloggerin“ zu sein.  

Man sieht sich immer zweimal im Leben ;-)  

Rabea