STUDENTIN EUROPEAN PUBLIC ADMINISTRATION

Sira Thierij

Meine Entscheidung European Public Administration zu studieren, hat sich aus vielen Überlegungen heraus ergeben. Ich habe eine internationale weiterführende Schule besucht, daher wollte ich gerne weiter in englischer Sprache studieren. Ich habe bereits eine Zeitlang als Journalistin gearbeitet und würde auch gerne später einmal in diesem Beruf arbeiten. European Public Administration bietet mir ein breit gefächertes Wissen in unterschiedlichsten Fachgebieten – darunter Jura, Wirtschaft, Politikwissenschaften und Soziologie – und ich denke, dass das gut zu meinem Berufswunsch passt.

European Public Administration ist auch eine gute Wahl, wenn man noch gar nicht sicher ist, in welche Richtung es beruflich gehen soll, denn es bietet einem die Möglichkeit, sich erst zu einem späteren Zeitpunkt zu spezialisieren. Politik, besonders Simulationen von Regierungsprozessen, haben mich schon immer interessiert, genauso wie Soziologie. Aber ich mag auch die Jura- und Wirtschaftskurse sehr, denn sie vermitteln mir ein besonderes Verständnis von Themenbereichen, die ich sonst wahrscheinlich eher nicht studiert hätte. Das hat sich ebenfalls als sehr spannend herausgestellt!

Deutsche Universitäten bieten im Bereich Verwaltungswissenschaften in der Regel Studiengänge in deutscher Sprache, daher habe ich damit begonnen nach Universitäten im Ausland Ausschau zu halten. Ich hatte mich eigentlich sogar bereits dafür entschieden, eine dänische Universität zu besuchen, aber als ich dann am Tag der offenen Tür den Campus der University of Twente gesehen habe, war ich doch ziemlich beeindruckt. Ein wirklich schöner Campus, sehr moderne Gebäude und die Lehrenden wirkten auch allesamt nett und kompetent. Ich mag die internationale Atmosphäre und, dass die Universität inklusive Sport und zahlreichen Angeboten zur Entspannung so einen vielseitigen Mix bietet.

Ich studiere erst seit zwei Monaten hier, aber ich bin bereits sicher, dass das eine gute Entscheidung war. Der Studiengang European Public Administration ist überschaubar – und das mag ich. Die Lehrenden in unseren Seminaren kennen uns namentlich, und wir wiederum kennen uns alle untereinander. Das macht die Atmosphäre echt angenehm und sorgt für ein gutes Studien- und Lernumfeld, denn Diskussionen während der Vorlesungen und Seminare sind recht üblich. Die Struktur des Studienprogramms an der Universität Twente passt hervorragend – und all die unterschiedlichen Lernaspekte werden dann in einem Gruppenprojekt gebündelt, so dass wir direkt anwenden können, was wir gelernt haben. European Public Administration ist ein neuer Studiengang, da gibt es natürlich immer Raum für Verbesserungen, aber ich bin sehr froh, dass die Mitarbeiter und Lehrenden unsere Kritik ernst nehmen und – wo möglich – Änderungen umsetzen. Das erste Semester war harte Arbeit und es war eine anstrengende Zeit mit vielen Höhen und Tiefen, aber es hat mir trotzdem immer noch gefallen. Ich freue mich auf das zweite Semester. Ich bin sicher, dass die harte Arbeit sich zu gegebener Zeit lohnen wird.

Normalerweise bin ich täglich an der Uni, obwohl ich die Arbeit in der Regel Zuhause erledige. Ich habe um die fünf Vorlesungen pro Woche und zwei ergänzende Seminare, bei denen wir Fragen stellen oder schwierigere Teile des Lehrstoffes noch einmal behandeln können. Außerdem haben wir in jedem Semester ein großes Gruppenprojekt, das über zehn Wochen geht. Während des ersten Semesters haben wir uns circa einmal pro Woche getroffen, um alles durchzusprechen und an unseren Gruppenaufträgen zu arbeiten. 

Die meiste Zeit arbeite ich an meinen Einzelaufträgen und lese. Das kann ich Zuhause machen oder in der Bibliothek, die ein wirklich schöner Platz zum Lernen ist. Wir haben viele Deadlines, daher bleibt häufig wenig Raum für etwas anderes als den Uni-Kram. Am Wochenende bleibt mir allerdings Zeit, um auch meinen Nebenjob als Journalistin auszuüben. Den Bachelor European Public Administration und Jobben zu kombinieren ist anstrengend, aber machbar.

Abends treffe ich mich am liebsten mit Freunden. Dann essen wir zusammen zu Abend oder gehen Cocktails trinken. Und – alle Deutschen dürfen ganz entspannt sein: Es gibt ein „Extrablatt” in Enschede!

Das Studentenleben in Enschede ist so, wie man es erwartet: Es ist keine Großstadt, aber das mag ich irgendwie. Und es macht Spaß, dass man eigentlich immer irgendwen trifft, den man kennt, wenn man ausgeht. Weil Enschede außerdem eine typische Studentenstadt ist, ist das Ausgehen hier sehr günstig.

Abgesehen vom „Nachtleben” gibt es hier auch zahlreiche Sportangebote direkt am Campus oder an der Saxion Hochschule im Stadtzentrum. Man kann einem Chor beitreten, ein Instrument spielen – halt einfach all das in seiner Freizeit machen, was man gerne mag.

Ein anderer Aspekt, den ich sehr an Enschede mag, ist der große Markt, der zwei Mal pro Woche ist. Essen in den Läden kann schon günstig sein, aber auf dem Markt ist es sehr günstig und es wird weitaus mehr angeboten. Außerdem ist die Atmosphäre großartig. So etwas hatte ich bisher noch nicht erlebt!

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