Nach dem Bachelor

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nach dem Bachelor Psychology


FORTSETZUNG DES PSYCHOLOGIESTUDIUMS

Nach dem Bachelorabschluss im Studiengang Psychology besteht die Möglichkeit, das Studium im gleichnamigen Masterprogramm oder im Masterprogramm Educational Science and Technology (Pädagogik) fortzusetzen. Wer diesen letztgenannten Master studieren möchte, muss im dritten Studienjahr erfolgreich ein Wahlmodul in Pädagogik belegt haben.

DAS MASTERSTUDIUM PSYCHOLOGY

Das Masterstudium Psychology besteht aus den folgenden Spezialisierungen:

  • Positive Psychology & Technology (Klinische Psychologie)
  • Human Factors & Engineering Psychology 
  • Health Psychology & Technology
  • Conflict, Risk & Safety 
  • Learning Sciences 

Human Factors & Engineering Psychology 

In der Masterfachrichtung Human Factors & Engineering Psychology steht die Interaktion zwischen Mensch und Technik im Mittelpunkt. Die Studenten lernen, auf Grundlage ihrer Kenntnisse aus der kognitiven Psychologie technische Anwendungen zu entwerfen und zu verbessern. Psychologie studieren heißt hier also zu entdecken, unter welchen Umständen Menschen Technik gerne nutzen und wann sie kein Vertrauen in die Technik haben. Die Studenten des Studiengangs Psychologie messen beispielsweise mit speziellen Untersuchungsmethoden die Belastung eines Menschen, der gerade seinen Autoführerschein macht. Oder sie untersuchen, wie eine Smartphone-App, mit der man den eigenen Energieverbrauch kontrollieren kann, funktionieren sollte und bedient werden müsste.   

Gesundheitspsychologie

Wie kann man „Komasaufen“ entgegenwirken? Können Kinder mithilfe von „Serious Games“ den Umgang mit Diabetes erlernen? Was bedeutet es, wenn der Partner krebskrank ist? Welche Auswirkungen haben technische Innovationen wie die elektronische Patientenakte oder Social Media auf die Gesundheit? Die Spezialisierung Gesundheitspsychologie im Studiengang Psychologie befasst sich mit der Wechselwirkung zwischen Psyche und Gesundheit. Zielgruppen sind gesunde Menschen, Patienten und ihr Umfeld. Die Studenten befassen sich mit der Frage, wie gesundes Verhalten gefördert werden kann oder wie sich die Lebensqualität (chronisch) kranker Menschen verbessern lässt. Sie beschäftigen sich mit Theorien über die Beziehung zwischen Psyche und Körper und lernen, (technologische) Interventionen zu entwickeln: zur Prävention, zur Förderung der Rehabilitation oder zur Erleichterung des Umgangs mit einer Krankheit. 

Konflikt, Risiko & Sicherheit

Wer Psychologie studiert, der weiß: Individuen und Gruppen können auf zahllose Arten mit Ereignissen konfrontiert werden, die eine Bedrohung für die psychologische, physische oder gesellschaftliche Sicherheit darstellen. In der Masterfachrichtung Konflikt, Risiko und Sicherheit setzt man sich – unter Berücksichtigung neuer Technologien – mit derartigen Bedrohungen interventions- und anwendungsorientiert auseinander. Man befasst sich mit Themen wie Risikowahrnehmung und Kommunikation, Konflikt- und Krisenmanagement sowie den Ursachen von bzw. dem Umgang mit unsozialem und kriminellem Verhalten. Die Studenten untersuchen beispielsweise die Dynamik von Polizeiverhören und Krisenverhandlungen, erörtern, wie die zuständigen Behörden bei Katastrophen und Risiken am besten kommunizieren sollten und prüfen, inwiefern das Gefühl der Asymmetrie und andere Emotionen in einer Schlichtungssituation von Bedeutung sind. Der Einfluss der Medien auf die Risikowahrnehmung und -kommunikation wird ebenso beleuchtet wie die Auswirkungen von High-Tech-Hilfsmitteln (z.B. Überwachungskameras) auf verschiedene Formen von unsozialem bzw. prosozialem Verhalten. Aktuelle Themen wie der Einsatz von Lügendetektoren, Cyberkriminalität unter Jugendlichen und Crowd Control können Gegenstand der Masterarbeit im Studiengang Psychologie sein. 

Lehren, Lernen & Entwicklung

Menschen lernen ihr Leben lang: als Individuum, zusammen mit anderen, in der Schule, in der Ausbildung, auf der Arbeit und im Privatbereich. Die Masterfachrichtung Lehren, Lernen und Entwicklung vermittelt die Fähigkeit, diese Lernprozosse zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen. Zudem vermittelt das Psychologiestudium in diesem Bereich Modelle zur Analyse und Gestaltung von Lehrplänen. In der Masterarbeit konzentrieren die Studenten im Studiengang Psychologie sich auf eines der Themen oder Projekte der Fachgruppe, in deren Rahmen man eine Untersuchung durchführt. Im Bereich Hochbegabung könnte man beispielsweise eine Studie durchführen, die die Ursachen für schlechte Leistungen hochbegabter Kinder in der Grundschule untersucht. In der Fachgruppe „Forschendes Lernen“ könnte in einer Masterarbeit überprüft werden, ob „Serious Games” in diesem Bereich sinnvoll eingesetzt werden können. 

Positive Psychologie & Technologie

Klinische psychologie


Die geistige Gesundheitslehre richtet sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr ausschließlich auf die Behandlung psychischer Störungen, sondern auch auf die Förderung positiver geistiger Gesundheit und des Wohlbefindens. Man findet immer mehr Nachweise dafür, dass Menschen, die sich wohlfühlen, widerstandsfähiger und produktiver sind, und dass uns Wohlbefinden vor psychischen Störungen schützt. Im Rahmen dieser einzigartigen Masterspezialisierung des Studiengangs Psychologie entwickelt man sich zum Scientist-Practioner, der sowohl beschwerdeorientiert als auch personenorientiert arbeiten kann, und zwar in einem Umfeld, in dem Technik (in Form von IT-Anwendungen) eine immer größere Rolle spielt. Die Studenten untersuchen beispielsweise die Wirkung positiver psychologischer Interventionen auf das Glücksempfinden und das Wohlbefinden von Kindern und Erwachsenen. Oder sie erforschen die Beziehung zwischen den Merkmalen von Zukunftsgeschichten und geistiger Gesundheit. Als Absolvent dieser Fachrichtung kann man sich als Psychologe weiterqualifizieren oder als Coach bzw. als (psychologischer) Berater arbeiten.

Weitere Informationen über das Masterstudium Psychology.

DAS MASTERSTUDIUM EDUCATIONAL SCIENCE AND TECHNOLOGY

Das Masterstudium Educational Science and Technology richtet sich an alle, die sich für Unterricht und Weiterbildung interessieren, aber keine Lehrer werden wollen. Der Master besteht aus zwei Richtungen:

  • Educational Design and Effectiveness (Englisch)
  • Human Resource Development (Englisch) 

Educational Design and Effectiveness

Die Fachrichtung Educational Design and Effectiveness konzentriert sich vor allem auf Lehrer- und Schulentwicklung, Schuleffektivität sowie IT in verschiedenen Bildungskontexten. Educational Design beinhaltet die Planung, Entwicklung und Implementierung innovativer Lernszenarien. Um entsprechende Prozesse auf Schul- und Klassenzimmerebene effektiv umsetzen zu können, müssen Lehrer und Schulen angemessen vorbereitet werden. Berufliche Fortbildungen für Lehrer zählen folglich zu den Schlüsselelementen, wenn es um das Design, die Entwicklung und Implementierung effektiver Lernumgebungen geht. 

Human Resource Development

Human Resource Development (HRD) konzentriert sich auf das Lernen und die Entwicklung von Erwachsenen im Kontext ihres beruflichen Umfeldes. Führungsqualitäten, Talententwicklung und lebenslanges Lernen sind für die Menschen wichtig, um ihre Berufsfähigkeit sowie ihre Teilhabe an der Wissensgesellschaft zu gewährleisten. Unternehmen und Institutionen investieren Milliardenbeträge in Schulung und Weiterbildung. Große Konzerne verfügen häufig über eigene Abteilungen für die HR-Entwicklung und bieten ihren Mitarbeitern Schulungen und Fortbildungen an, um deren Leistungsfähigkeit und professionelle Entwicklung zu stärken. Absolventen der Fachrichtung HRD sind in der Lage, solche Schulungsmaßnahmen zu entwickeln und zu implementieren oder deren Qualität zu verbessern. Weitere Themenfelder sind Lernen am Arbeitsplatz bzw. organisatorische Veränderungsprozesse, die darauf abzielen, das Lernen in den Arbeitsalltag zu integrieren.  

Weitere Informationen über das Masterstudium Educational Science and Technology.

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