Electrical Engineering

Studenterfahrung

Früher habe ich Haushaltsgeräte zerlegt, um ihre Funktionsweise zu verstehen und versucht, daraus etwas Neues zu bauen.Dirk-Jan van de Sanden, Studierender Elektrotechnik

Bereits in der Schule habe ich mich sehr für Elektronik interessiert. Nach eineinhalb Jahren an der Fachhochschule wurde mir bewusst, dass ich eine größere Herausforderung brauchte. Ich besuchte die Informationsveranstaltungen einiger Universitäten und fand schließlich die Herausforderung, nach der ich suchte.  

Warum hast Du Dich dazu entschieden, an der university of Twente elektrotechnik zu studieren?

Die kleinen Gruppen gefielen mir. Man geht hier nicht in der Menge verloren. Die Atmosphäre ist toll und die Leute sind sehr umgänglich. Außerdem gibt es an der University of Twente nicht nur naturwissenschaftliche und technische Studiengänge, sondern auch Gesellschaftswissenschaften. Dieser Mix ist sehr attraktiv.

Was gefällt Dir am Studiengang Elektrotechnik?

Das Wissen, das man im ersten Jahr des Studiums Elektrotechnik vermittelt bekommt, kann man direkt anwenden. Das ist echt cool. Mit meiner Projektgruppe habe ich sogar einen Helikopter gebaut, der sich mit einem Handy fernsteuern lässt. Momentan entwickle ich eine Überwachungskamera für Leichtathleten, mit der sie ihre Technik auch ohne die Hilfe eines Trainers verbessern können. Das Studium Electrical Engineering ist anstrengend. Der Tag ist gefüllt mit Vorlesungen, Tutorien und Selbststudium. Aber wenn man motiviert ist und hart arbeitet, ist es zu schaffen. Durch Electrical Engineering habe ich einen ganz anderen Blick auf die Welt bekommen und verstehe die Dinge, die um mich herum geschehen, viel besser. Neben Elektrotechnik lerne ich auch viel über Mechanik, was mich sehr interessiert.

Wie sieht Deine Woche aus?

Tagsüber bin ich mit dem Studium beschäftigt. Elektrotechnik ist ein Vollzeitstudium. Das bedeutet, dass man für Vorlesungen, Seminare und Praxisveranstaltungen von 8.30 bis 17.00 Uhr an der Uni ist. In den Vorlesungen erklären die Dozenten das Unterrichtsmaterial. Da die Gruppen recht klein sind, kann man auch Fragen stellen. Nach einer Vorlesung findet meist ein Tutorium statt, wo man das Unterrichtsmaterial noch einmal selbst durcharbeitet, um ein besseres Verständnis zu bekommen. In den Praxisveranstaltungen und Projekten wendet man dann die Dinge, die man gelernt hat, direkt an und versucht Erklärungen dafür zu finden, warum Dinge von den eigenen Berechnungen abweichen. Wenn man keinen Unterricht hat, lernt man selbstständig (zuhause oder an der Uni). Ich versuche, mir die Abende für Freizeitaktivitäten freizuhalten.

Wie ist das Studentenleben in Enschede?

Enschede ist eine weltoffene und unbeschwerte kleine Universitätsstadt. Vor Beginn des Studiums hatte ich keine gute Meinung von Enschede, aber jetzt habe ich meine Meinung komplett geändert. Wenn man ausgeht, trifft man ständig Bekannte. Ich bin mit fünf Mitbewohnern in eine Wohngemeinschaft im Zentrum von Enschede gezogen, da von zu Hause aus mein Anfahrtsweg zu lang wäre. Wenn ich heimkomme, essen wir gemeinsam, ich muss also nicht jeden Tag selbst kochen.

Was machst Du neben dem elektrotechnikStudium?

Zusammen mit einem Kommilitonen, der Industriedesign studiert, habe ich mein eigenes Unternehmen gegründet. Das ist sehr interessant und ich lerne eine Menge dabei. Man muss genau analysieren, wie ein Produkt aussieht, ob man es reproduzieren kann, wie lange die Produktion dauert und wie viel sie kostet. Das ist sehr wichtig, wenn man ein Produkt vermarkten will. Wenn richtig Wind weht, gehe ich Windsurfen oder Wakeboarden. Ich bin Mitglied des D.W.V. Hardboard, des Surfvereins für Studierende in Enschede. Im Sommer unternehme ich oft Surfingausflüge oder Ausflüge, im Winter gehe ich Skifahren. Ein Jahr lang war ich Präsident des Surfvereins, was sehr informativ war und viel Spaß gemacht hat. Hier habe ich gelernt, einen Strategieplan zu entwerfen und Veranstaltungen mit bis zu 30 Personen zu leiten.

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