Studienprogramm

Das zweite jahr im studiengang Internationale Betriebswirtschaftslehre

Im zweiten Jahr des BWL-Studiums vertiefen die Studenten ihr Wissen in verschiedenen Bereichen der Betriebswirtschaftslehre, indem sie in Projekten und für Studienaufgaben mit nationalen und internationalen Unternehmen zusammenarbeiten. Sie haben die Möglichkeit, das BWL-Studium nach ihren Wünschen und Interessen zu gestalten, indem sie aus sechs zur Auswahl stehenden Modulen zwei auswählen.

MODUL 5: STRATEGY, MARKETING AND ECONOMICS

In diesem Modul nehmen die Studenten an einer Simulation teil, bei der sie die Rolle eines Vorstandsmitgliedes eines fiktiven Unternehmens einnehmen und in dieser Funktion mit ihren Kommilitonen konkurrieren. Sie führen eine strategische Unternehmens- und Marktanalyse durch. Anschließend schreiben sie einen Strategiebericht für das Unternehmen, der auf ihrer Analyse und ihren Erfahrungen während der Simulation basiert und zudem theoretisch untermauert ist.

  • Einführung in die wichtigsten Strategie- und Marketingtheorien
  • Sozioökonomische Kontexte im Geschäftsleben
  • Marktforschung und Strategieanalyse für Unternehmen
  • Strategische Entscheidungen und Strategie- und Marketingprozesse

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MODUL 6: INNOVATION & ENTREPRENEURSHIP

  • Einführung in die wichtigsten Phasen unternehmerischer und Produktentwicklungsprozesse
  • Reflektierte, hypothesenbasierte Ansätze für Innovationen und Unternehmertum
  • Qualitative Nutzer- und Kundenanalyse und demo building.

In diesem Modul der internationalen BWL bekommen die Studenten ein breites Grundwissen über die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Im Projekt werden sie mit dem Ansatz des hypothesenbasierten unternehmerischen Handelns vertraut gemacht. In den Vorlesungen, durch Fallstudien und die Diskussion von Referaten vertiefen sie ihr Wissen über Innovationen und unternehmerisches Handeln, unabhängig vom Kontext.

Barbara: „Das Modul passt in die Atmosphäre und Umgebung der University of Twente, wegen der engen Zusammenarbeit mit dem Kennispark Twente und der vielen Start-up-Unternehmen. Insbesondere die Projekte waren eine riesige, unvergessliche Gelegenheit, mit Unternehmen in Kontakt zu treten und eigene Ideen und den Geschäftsplan für sein eigenes unternehmerisches Projekt zu entwickeln.“ Lies mehr über Barbaras Erfahrungen in Modul 6.

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MODULE 7 UND 8: WAHLMODULE

In der zweiten Hälfte des zweiten Studienjahres haben die Studenten die Möglichkeit, durch zwei Wahlmodule das BWL-Studium nach ihren Wünschen und Präferenzen zu gestalten. Hierbei können sie entweder ihr Wissen erweitern, indem sie Module über bislang noch nicht behandelte Bereiche der Internationalen Betriebswirtschaftslehre wählen, oder sie können ihr Wissen in einem bestimmten Bereich vertiefen. Für Modul 7 und 8 des BWL-Studium stehen jeweils zwei Module zur Auswahl.  

Wahlmodule Modul 7:


1) Digital Marketing for Networked Businesses

Der Bereich Marketing wird immer stärker von neuen Kräften und Entwicklungen beeinflusst, wobei die wichtigsten und tiefgreifendsten Entwicklungen in den letzten zwei Jahrzehnten wohl das rasante Wachstum des Internets und dessen zunehmende Bedeutung als kommerzielle Plattform waren – gepaart mit der Entstehung neuer Informations- und Kommunikationstechnologie. Die starke Verbreitung des Internets in den verschiedensten Lebensbereichen und neue digitale Technik, die von Unternehmen, Behörden und Privatpersonen gleichermaßen verwendet werden, haben zu einer zunehmenden Digitalisierung und der Entstehung digitaler sozialer und geschäftlicher Netzwerke geführt.

In diesem Modul des Bachelors BWL:

  • beschäftigen sich die Studenten mit Marketingaspekten in solchen technologiegestützten Bereichen.
  • lernen die Studenten, wie man Marketingaktivitäten in vernetzten Marktplätzen plant, ausführt und kontrolliert.
  • lernen die Studenten, wie man Geschäftsfelder in diesen Bereichen identifiziert. Hierzu eignen sie sich detailliertes Wissen über E-Commerce und Strategien für soziale Netzwerke an und beschäftigen sich auch mit den grundlegenden technischen Aspekten.

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2) Supply Management

Im Modul Beschaffungsmanagement oder auch Supply Management werden die im ersten Modul erworbenen Kenntnisse im Bereich Einkauf vertieft und die Studenten lernen, welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten Einkäufer für bestimmte Warengruppen haben. Sie beschäftigen sich mit:

  • dem Jahreszyklus der Einkaufsabteilung: Ausgabenanalyse, Auswahl von Anbietern und Lieferanten, Vertragsabschlüsse, Evaluierung der Anbieter und Lieferanten.
  • taktischem Einkaufsverhalten und strategischer Beschaffung, inklusive der Entwicklung von Strategien für einzelne Warengruppen.
  • komplexeren Themen des Beschaffungsmanagements wie globalem Einkauf, umweltfreundlicher und nachhaltiger Beschaffung und Innovationen im Hinblick auf Lieferanten.

Dieses Modul des Fachbereichs International Business Administration setzt sich zusammen aus Lehrveranstaltungen, einem Planspiel, einem Referat (mündlich und schriftlich) Seminararbeit und kleineren theoretischen und praktischen Aufgaben. Dadurch erhalten die Studenten einerseits ein solides theoretisches Basiswissen über den Bereich Beschaffungsmanagement und lernen andererseits, das erworbene Wissen praktisch anzuwenden. Die University of Twente ist die erste Universität, deren Modul Beschaffungsmanagement den neuen „Globalen Standards in der professionellen Ausbildung“ entspricht, die die International Federation of Purchasing and Supply Management (IFPSM) definiert hat.

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WAHLMODULE Modul 8:

1) Financing Entrepreneurial Start-ups and Innovative firms

Finanzmanager müssen – mit dem Ziel der Wertschaffung – kluge Entscheidungen treffen. Sie kommunizieren mit dem Kapitalmarkt und bringen die erforderlichen Gelder für die Durchführung notwendiger Investitionen auf; zur gleichen Zeit stellen sie sicher, dass ausreichend Mittel freigesetzt werden, um Anleger, die das Kapital bereitstellen, zu entlohnen. Sie treffen auch andere Entscheidungen im Hinblick auf Finanzplanung, Finanzierungsmethoden, Dividendenpolitik, Risikomanagement, Fusionierungen, Übernahmen und Restrukturierungen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sind mit der Option konfrontiert, entweder weiterhin Geldmittel von Banken in Anspruch zu nehmen oder sich für einen Börsengang zu entscheiden und neue Wertpapiere auf dem öffentlichen Kapitalmarkt herauszugeben.

Das Modul wird daher einen breiten Rahmen der oben genannten Finanzmanagement-Entscheidungen anbieten. Es verbindet theoretische Konzepte mit institutionellen und technischen Zusammenhängen und Praxisbeispielen.

Zu den Inhalten des Moduls gehören:

  • Finanzmanagement-Tools und -Techniken, die speziell von unternehmerischen Start-Ups und Technologieunternehmen eingesetzt werden.
  • Die Studenten vertiefen ihr Verständnis für die Jahresabschlussanalyse und dafür, wie Unternehmen mit Risikokapital-Anlegern, Investoren und Kapitalmärkten in verschiedenen Reifephasen umgehen.
  • Sie lernen, wie finanzielle Entscheidungen von globalen, wirtschaftlichen, sozialen und technologischen Erwägungen beeinflusst werden.

Schwerpunktthemen sind Finanzinnovationen, Finanztechnologie, E-Finance, verhaltensorientierte Finanzierungslehre und sich kontinuierlich entwickelnde gesellschaftliche Trends wie Crowdfunding, sozial verantwortungsbewusste Kapitalanlagen und Investitionen in aufstrebende Märkte.

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2) Business Innovation through IT project Management

Erfolgreiche IT-Projekte machen Unternehmensfunktionen innovativer, transformieren ganze Unternehmen und ermöglichen es ihnen, sich neu und besser zu positionieren. Da jedoch im Geschäftsleben fast die Hälfte aller IT-Projekte scheitert, ist es besonders wichtig, dass die Leiter solcher Projekte sich mit der Planung und Durchführung von IT-Projekten gut auskennen.

Wer BWL studiert, lernt in diesem Modul, wie Unternehmen durch erfolgreiche IT-Projekte profitieren können. Zudem erlernen sie professionelle internationale Standardmethoden und -techniken zur Planung und Leitung solcher Projekte. Dabei konzentrieren sie sich auf generische Methoden und die Rolle, die diese für Innovations-, Transformations- und Neupositionierungsprozesse spielen.  

In der generischen Projektplanung werden die Studenten der internationalen BWL mit den folgenden Schritten vertraut gemacht:

  1. Problemdefinition und Projektaufbau
  2. Definition der für das Projekt benötigten IT
  3. Entwicklung von Lösungsstrategien, Entwicklung von Prototypen, Beurteilung der Methoden
  4. Portfoliomanagement für das Projekt und Planungsverfahren
  5. Projekt- und Budgetplanung
  6. Ausführung des Projekts, Einrichtung eines Dashboards, Beschlüsse über die Fortführung des Projekts

Jeder dieser Schritte wird im Kontext von Innovations-, Transformations- und Neuorientierungsprozessen betrachtet und basiert auf modernen Methoden zum Projektmanagement wie beispielsweise Prince 2 oder PMBOK.

Nach Abschluss dieses Moduls sind die Studenten in der Lage, komplexere Modelle zum Projektmanagement (wie Scrum und Agiles Projektmanagement) sowie spezifische Methoden und Techniken für globale Projekte zu studieren. Zudem können sie mit dem Wissen aus diesem Modul an Trainingskursen für Projektmanagement (wie beispielsweise Prince 2) teilnehmen.

Das dritte jahr im BWL-studium

Das letzte Jahr des BWL-Studiums beginnt mit einem sogenannten Minor-Semester, in dem die Studenten ihre Fächer frei wählen können. In dieser Phase können sie Erfahrungen im Ausland sammeln oder an der University of Twente vertiefende bzw. erweiternde Module wählen. Im zweiten Semester beschäftigen sie sich in einem letzten Modul mitManagementfertigkeiten, Änderungsmanagement sowie Ethik im Geschäftsleben und schreiben schließlich ihre Bachelorarbeit. Weitere Informationen finden sich im Studienprogramm für das dritte Studienjahr.

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