ERFAHRUNGEN VON IRIS IN IHREM ERSTEN JAHR: DAS GELERNTE SOFORT IN PROJEKTEN ANWENDEN

Seit diesem Jahr gibt es ein neues Studienmodell: das Twenter Studienmodell. Der große Unterschied zu Studienmodellen anderer Universitäten besteht darin, dass alle Fächer innerhalb eines Vierteljahres zusammenhängen und dass wir nicht nur Vorlesungen haben, bei denen die Studenten dem Dozenten oder Professor zuhören, sondern dass wir viele praktische Aufträge haben wie Praxisaufgaben, „Challenges“ (kleine eintägige Projekte) und größere Projekte. Das Interessante an diesem Studienmodell ist, dass Du das Gelernte sofort in den praktischen Teilen eines Moduls anwenden kannst. Ein weiterer Pluspunkt besteht darin, dass Du neben dem Fachwissen auch viele soziale Fähigkeiten lernst: wie man in Teams unterschiedlicher Größe zusammenarbeitet, Besprechungen zielführend abhält und Verantwortung übernimmt. Diese Fähigkeiten sind wichtig für das spätere Berufsleben.

Der Studienumfang beträgt etwa 40 Stunden pro Woche. Wir haben relativ wenige Vorlesungen, dafür mehr Arbeitseinheiten, Praxis- und Projektstunden. Einen Großteil der 40 Stunden verbringen wir in der Universität. In den meisten Modulen schreiben wir nicht am Ende eine Klausur, sondern haben über das Modul verteilt mehrere Tests. Diese Tests finden meistens freitags statt, alle ein bis zwei Wochen. Der Vorteil besteht darin, dass man beim Unterrichtsstoff automatisch auf dem Laufenden bleibt und nur selten am Wochenende lernen muss. Die letzten beiden Wochen eines Quartals sind für Projekte reserviert. In dieser Phase arbeitet man ausschließlich an dem Projekt des Moduls, entscheidet selbst, wo man arbeitet, und teilt sich die Zeit selber ein. Diese beiden Wochen sind besonders angenehm, weil man Verantwortung trägt, hart arbeitet, es aber gleichzeitig großen Spaß macht, in einem Team an einem Projekt zu arbeiten, das alle erfolgreich beenden wollen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es beim Twenter Studienmodell vor allem darum geht, das neue Wissen in der Praxis anzuwenden und seine sozialen Fähigkeiten zu steigern. Das schafft beste Voraussetzungen für einen guten Start ins Berufsleben.

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