Technical Computer Science

Iris ist Vorsitzende des Studienvereins Inter-Actief

Technical Computer Science in Twente

Im Jahr 2013, dem Jahr, als ich das Studium Technical Computer Science begonnen habe, wurde unter dem Namen „Twenter Ausbildungsmodell“ ein neuartiger Lehrplan eingeführt.

Wissen in der Praxis anwenden und soziale Kompetenzen erweitern

Der große Unterschied zu den Lehrplänen anderer Universitäten besteht darin, dass alle Fächer eines Quartals (Moduls) inhaltlich zusammenhängen und dass man nicht nur Vorlesungen besucht, in denen man einem Dozenten oder Professor zuhört, sondern viele praktische Aufgaben bekommt: in sogenannten „Practica“ und „Challenges“ (kleine, eintägige Projekte) sowie größeren Projekten. Das Ausbildungsmodell beruht darauf, dass man den Stoff, der in den Vorlesungen des Moduls vermittelt wird, sofort in Praxisveranstaltungen anwendet, und das ist sehr motivierend. Die Zeit, die man fürs Studium aufwendet, wird mit etwa 40 Wochenstunden veranschlagt. Es gibt relativ wenige Vorlesungen, dafür aber viele Seminare, Praxis- und Projektstunden. Viele dieser 40 Stunden verbringt man an der Uni. In den meisten Modulen werden außerdem keine Klausuren, sondern Zwischentests geschrieben. Diese Tests fallen fast immer auf einen Freitag und finden einmal pro Woche oder einmal alle vierzehn Tage statt. Das hat den Vorteil, dass man regelmäßig lernt und den Stoff gut behält und außerdem häufig am Wochenende nicht zu lernen braucht. Oft sind die letzten beiden Wochen eines Quartals Projektwochen. In dieser Zeit arbeitet man ausschließlich an dem Projekt des betreffenden Moduls, man sucht sich selbst aus, wo man arbeitet, und teilt sich auch die Zeit selbst ein. Diese Wochen machen immer besonders viel Spaß, weil man viel Verantwortung übernimmt, hart arbeitet, aber auch viel Zeit mit seinen Kommilitonen verbringt. Man arbeitet als Team an einem gemeinsamen Produkt, für das sich alle engagiert einsetzen, weil wir alle mit dem Ergebnis zufrieden sein wollen.

Kurzum, beim Twenter Ausbildungsmodell geht es in erster Linie darum, sein Wissen in der Praxis anzuwenden. Darüber hinaus baut man neben dem Wissenserwerb auch seine sozialen Kompetenzen aus, sodass man am Ende des Studiums gut auf die Arbeitswelt vorbereitet ist. 

Engagement im Studienverein

Neben dem Studieren kann man sich auf vielen weiteren Gebieten ausprobieren. Eine der Möglichkeiten ist die Mitarbeit im Studienverein für die Studiengänge Technical Computer Science und Business & IT: Inter-Actief. Hier kann man in den unterschiedlichsten Ausschüssen arbeiten, z.B. in Aktivitäten-, Reise-, oder Publikations-Komitees oder auch in Ausschüssen, die sich mit den Studieninhalten oder mit Informations- und Kommunikationstechnik befassen. Es gibt für jeden das passende Aufgabengebiet. In diesen Ausschüssen lernt man unter anderem, wie man Sitzungen abhält, mit anderen kooperiert, man lernt, Verantwortung zu übernehmen und seine Aufgaben zu erledigen. Diese Fähigkeiten sind sehr nützlich für das spätere Berufsleben. Darüber hinaus ist dieses ehrenamtliche Engagement auch eine Form von Entspannung. Die Organisation von und Teilnahme an Aktivitäten machen häufig einfach großen Spaß. Zudem organisiert der Studienverein z.B. Lunch-Lesungen und Betriebsbesuche, bei denen man Einblicke in die Unternehmenswelt gewinnt.

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