Erfahrungen

Ehemaliger Student Martijn

Erfahrung Ehemaliger Student

Martijn van Andel, Risikoanalyst und Business Intelligence Consultant bei der niederländischen Finanzaufsichtsbehörde (AFM) in Amsterdam.

BITTE GIB UNS EINEN KURZEN ÜBERBLICK ÜBER DEINEN BERUFLICHEN WERDEGANG NACH ABSCHLUSS DEINES STUDIUMS.

Ich habe als erstes bei Tibbe Company, einem Start-Up-Unternehmen aus Twente, angefangen zu arbeiten, das Projekte zur Prozess- und Ergebnisoptimierung in der Jugendpsychiatrie durchführte. Später wurde das Unternehmen von der Beratungsfirma KPMG Plexus übernommen. Mir fiel auf, dass die IT bei meinen Lösungswegen fast immer eine dominante Rolle spielte. Bei Tibbe habe ich selbst IT-Werkzeuge entworfen; das Basiswissen dafür hatte ich während meines Bachelors in Wirtschaftsingenieurwesen und meines Masters in Logistik gelernt.

Allerdings kamen mir meine Lösungen im IT-Bereich immer ein wenig plump und „holterdiepolter“ vor: schneller Erfolg ohne Umwege, aber auch ohne eventuell sinnvolle Feinheiten. Aus diesem Grunde wollte ich meine Fähigkeiten auf dem Gebiet der professionellen Entwicklung von IT-Tools erweitern. Deshalb bin ich zu dem Amsterdamer Business-Intelligence-Unternehmen Hot IT gewechselt, um dort als Softwareentwickler und später als Technischer Projektleiter zu arbeiten. Dort habe ich mich eingehend mit professioneller Informationsverarbeitung befasst.

Mit diesen neu erworbenen Qualifikationen wollte ich mich erneut meinem großen Ziel zuwenden: Organisationen mithilfe praktischer Lösungen zu besseren Ergebnissen zu verhelfen. Ich wollte mich wieder dem Kern der Organisation annähern. Nach einem Projekt bei einer europäischen Bank, bei dem es um die Bekämpfung von Betrug und Geldwäsche ging, war der Wechsel zu einer Finanzaufsichtsbehörde naheliegend. So habe ich dann im April 2013 als Risikoanalyst und Business Intelligence Consultant bei der AFM angefangen. Wir führen Untersuchungen im Hinblick auf potenzielle Probleme im Finanzsektor durch.

WORAUF BIST DU BESONDERS STOLZ, WENN DU DIR DEINEN BISHERIGEN WERDEGANG ANSCHAUST?

Bei all meinen bisherigen Arbeitgebern konnte ich Prozesse in Gang setzen, die bis zum heutigen Tag offenbar gut funktionieren. Wenn ich sehe, wie viele Projekte trotz großer Bemühungen innerhalb von zwei Jahren den Bach runtergehen, bin ich mit den Ergebnissen meiner Arbeit sehr zufrieden.

IST DEINE BERUFLICHE ENTWICKLUNG SO VERLAUFEN, WIE DU ES DIR VORGESTELLT HATTEST?

Nein, obwohl mir mein jetziger Job auch schon am Ende meines Studiums gefallen hätte. Aber der Weg dorthin ist ganz anders verlaufen, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich dachte, ich hätte gleich zu Anfang meine Traumstelle gefunden, aber trotz interessanter Aufgaben und netter Kollegen, war ich nicht rundum zufrieden. Meine Arbeit hat mich nicht wirklich gepackt. Gegen Ende des Studiums denkt man eigentlich nicht darüber nach, dass der berufliche Alltag anders aussehen könnte als man erwartet. Ich kenne viele Absolventen, die noch ein bisschen Zeit brauchen, bis sie ihren Platz in der Arbeitswelt gefunden haben.

WIE HAST DU DEINE STUDIENZEIT AN DER UNIVERSITY OF TWENTE ERLEBT?

Es war super! In Twente habe ich genug Freiraum bekommen, um mich zu entfalten. Nicht nur im Studium, sondern auch darüber hinaus. Ich fand das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Studenten besonders toll. Es ist egal, bei welchem Verein oder Club man sich engagiert, bei Studenten der Universität Twente steht die Tür für jeden offen, der eine gute Geschichte zu erzählen hat.

WIE KOMMT DAS, WAS DU IM STUDIUM GELERNT HAST, DIR BEI DEINER ARBEIT ZU GUTE?

Die analytische Herangehensweise bei Problemen nutze ich immer noch täglich. Als angehender Wirtschaftsingenieur lernt man, Probleme zielgerichtet zu analysieren, um sie dann in Angriff zu nehmen. Auch das Fachwissen aus den Bereichen Mathematik und Programmierung trägt dazu bei, dass ich bei der Arbeit weiß, wovon ich spreche. Dank breit gefächerter Kenntnisse und Qualifikationen, ist man in der Lage, ein Projekt weitestgehend selbst zu leiten. Ab und zu holt man sogar Modelle aus dem Studium noch einmal aus der Schublade hervor, um sie eins zu eins anzuwenden.

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