Studienprogramm

Das zweite Studienjahr in
Technischer Chemie

Im zweiten Jahr erwerben die Studierenden weiteres Wissen und neue Fähigkeiten; auch diesmal besteht wieder eine starke Wechselbeziehung zwischen den Projekten und den Themen der Module. 

Modul 5: Industrielle Prozesse

Das fünfte Modul ist der erste Schritt auf dem Weg ins Prozessdesign. Systematisch werden Prozessalternativen ermittelt und analysiert. Im Projekt „Nachhaltige Energie“ werden die einzelnen Wissensgebiete – Chemie, Katalyse und die Nachhaltigkeitsanalyse von Herstellungsverfahren – gebündelt. Das Modul ist faktisch das Trittbrett für das nächste Modul, in dem das eigentliche Design von Prozessen behandelt wird.

Modul 6: Physikalischer Transport

Im sechsten Modul ist der Lehrstoff stark vernetzt; behandelt werden die Themen Fluidmechanik sowie Wärme- und Stoffübertragung. In einem sogenannten Modellierungsprojekt wird das erworbene Wissen direkt angewendet. Mithilfe von Experimenten werden die Modelle verifiziert und unbekannte Parameter im Modell bestimmt.

Modul 7: Moleküle und Materialien

Im siebten Modul befassen sich die Studierenden mit den Themen bioorganische Chemie, Nanochemie und Kolloidchemie. Bei der bioorganischen Chemie geht es um organische Verbindungen (Verbindungen, die auf Kohlenstoff basieren). Die Nanochemie befasst sich mit den kleinsten Strukturen, die auf Nanometerebene qualitativ und quantitativ andere Eigenschaften haben als auf Makroebene. Ein Kolloid ist ein Teilchen, das einige Eigenschaften mit einem Molekül gemeinsam hat, sich jedoch in anderen Eigenschaften von diesem unterscheidet, weil es viel größer ist als ein Molekül. In dem Projekt dieses Moduls kommen die genannten Themen sofort in der Praxis zur Anwendung.

Modul 8: Wahlmodul

Im achten Modul haben die Studenten die Wahl, ihr Wissen entweder im Bereich Prozesstechnologie oder im Bereich Materialkunde zu vertiefen. Dies sind die beiden Fachrichtungen, in denen man sich auch in dem unmittelbar anschließenden Masterstudiengang Chemical Engineering spezialisieren kann.

Prozessdesign

In diesem Wahlmodul geht es um Reaktordesign und Trenntechniken. Um einen Prozess sinnvoll zu  konzipieren, muss man die Grundelemente eines Prozesses beherrschen. So bildet beispielsweise der Reaktor den Kern eines Prozesses, weil dort, mit einer bestimmten Konversion und Selektivität, ein Grundstoff in das gewünschte Produkt umgewandelt wird. Aus dem Reaktor gewinnen wir neben dem gewünschten Produkt auch Rohstoffe, Nebenprodukte und (in manchen Fällen) Lösungsmittel. Um das Produkt und die Rohstoffe in der erforderlichen Reinheit zu erhalten, muss dieses Gemisch getrennt werden. Daher ist es wichtig, unterschiedliche Trennschritte kennenzulernen, die auf verschiedenen Techniken beruhen. Diese theoretischen Grundlagen werden im Projekt dieses Moduls praktisch angewendet.

Materialchemie- und -technologie

Ziel dieses Wahlmoduls ist es, die Beziehungen zwischen den grundlegenden Eigenschaften verschiedener Materialien und ihrer funktionalen Anwendung zu vermitteln. Denn letztendlich verbindet jedes „Gerät“ – ob es sich um eine künstliche Hüfte oder eine Sonnenbrille handelt – die Eigenschaften verschiedener Materialien, um eine bestimmte Funktionalität zu erzielen. In diesem Modul stehen deshalb Vorlesungen und Praxiserfahrungen auf dem Gebiet der Materialsynthese und -charakterisierung auf dem Lehrplan. Erörtert werden die mechanischen, thermischen und dielektrischen Eigenschaften von Materialien.

Der zweite Teil des Moduls besteht in einem Projekt über anorganische Chemie.

Das dritte Jahr in Technischer Chemie

In der ersten Hälfte des dritten Studienjahres  können die Studenten wählen, in welcher Form sie ihr Wissen erweitern möchten. Die zweite Hälfte des dritten Jahres ist für die Bachelorarbeit reserviert. Möchtest Du mehr darüber erfahren? Dann findest Du hier das Studienprogramm des dritten Studienjahres.

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