Erfahrungen

Martijn

MARTIJN ÜBER SEINEN ABSCHLUSSAUFTRAG FÜR MODUL 3: DAS CHATTEN VIA LAPTOPS ERMÖGLICHEN

Im Rahmen des neuen Studienmodells werden Module in Technischer Informatik mit einem Projekt abgeschlossen. In einem solchen Projekt lernst Du, wie man die Theorie, die Du in den Vorlesungen gelernt hast, in einem konkreten Projekt in die Praxis übertragen kann. Das ist nicht nur besonders lehrreich, sondern macht auch großen Spaß. Es ist beispielsweise ein tolles Erlebnis, wenn man über ein Netzwerk, das man selber entwickelt hat, Datenbestände mithilfe einer selbst gebauten App verschicken kann. Es handelt sich hierbei übrigens um das Projekt, das wir am Ende des dritten Moduls mit einer Gruppe von vier Studenten durchgeführt haben. Der Auftrag lautete, ein Netzwerk zwischen unseren Laptops – also ohne Server – zu entwickeln und eine Chat-App zu erfinden. Wir hatten anderthalb Wochen Zeit dafür und konnten uns die Arbeitszeit selber einteilen.

Die App haben wir auf Grundlage des Model-View-Controller-Prinzips entwickelt. Das heißt, dass Interface, View und Protokoll (das Modell) nicht miteinander kommunizieren. Stattdessen sorgt der Controller für die Kommunikation. Wir haben alle Bestandteile des Projekts selber entwickelt und den größten Teil in Java programmiert. Diese Programmiersprache haben wir im vorhergehenden Modul kennengelernt. Das Projekt bestand somit aus unterschiedlichen Teilen: User Interface (View), Controller, Protokoll und Netzwerkschicht. Nicht alle Bestandteile haben wir im dritten Modul behandelt. Das Model-View-Controller-Prinzip hatten wir schon im Projekt des zweiten Moduls angewandt. Wie die anderen Bestandteile funktionieren, haben wir in den Vorlesungen und Praktika im Laufe des dritten Moduls erfahren. Jeden Donnerstag haben wir beispielsweise im Rahmen einer Praxiseinheit einen Teil der Kontrollschicht, aus der das Internet besteht, in Java nachgebaut. Wir hatten also schon vorher Protokolle geschrieben. Jetzt bestand die Herausforderung darin, dass wir alles selber erfinden mussten. Das war gleichzeitig das Reizvolle an dem Auftrag. Nichts war schon festgelegt, wir mussten nur einige Anforderungen berücksichtigen.

In unserer Gruppe haben wir zunächst zusammen das Protokoll durchgesprochen, wodurch deutlich wurde, wie die unterschiedlichen Bestandteile miteinander kommunizieren können. Dadurch konnten wir alle unabhängig voneinander an den verschiedenen Bestandteilen arbeiten. Jeder konnte sich mit dem beschäftigen, was er am besten konnte oder was ihn am meisten interessierte.

Der Abschluss eines Moduls mit einem Projekt bietet viele Vorteile: Man lernt, Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen, zu planen, zusammenzuarbeiten, Ziele festzulegen und mit Veränderungen im Laufe eines Projekts umzugehen. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, hat man das Gefühl, dass man das Gelernte tatsächlich im Griff hat – und man kann stolz sein auf das Produkt, das man entwickelt hat.

Chat offline (info)