Studienprogramm

Das Erste Jahr Im Studium Industrial DEsign

Im ersten Jahr des Industriedesignstudiums wird in den Fächern Mathematik & Design, Mechanik & Materialkunde, Entwerfen & Fertigung sowie Elektronik & Ergonomie eine breite Grundlage gelegt. Ungefähr die Hälfte der Zeit ist für praxisorientierte Projekte und Seminare reserviert.

Modul 1 Im Bachelor Industrial DEsign: Entwerfen

Das erste Modul vermittelt den Studienanfängern ein repräsentatives Bild vom Studiengang Industrial Design. In diesem Modul lernen sie die Phasen eines (industriellen) Designprozesses kennen, erhalten eine Einführung in Entwurfskonzepte und -techniken und erwerben technische Grundkenntnisse. Das Projekt in diesem Modul ist das erste in einer Reihe von Projekten, in denen – jeweils in einer kleinen Gruppe – ein Produkt entworfen wird. In diesem ersten Modul haben die Studenten den Auftrag, einen Gebrauchsgegenstand zu entwerfen. Das entworfene Produkt wird in der Werkstatt als Prototyp gefertigt und am Ende des Moduls ausgewertet. Man lernt dadurch die verschiedenen Phasen kennen, die in jedem Entwurfsprozess durchlaufen werden, sowie die Schritte, die innerhalb dieser Phasen zu absolvieren sind. Die beiden Moduleinheiten „Skizzieren und Entwurfszeichnen“ sowie „Einführung in das Industrial Design“ stehen in einem engen Zusammenhang zu dem Projekt. Der flankierende Lernstoff besteht aus Mathematik und den technischen Moduleinheiten „Statik“ und „Materialkunde“. In diesen Fächern geht es um die Auswirkungen verschiedener Kräfte, die Verformung von Produkten, das Materialverhalten und die Materialauswahl. In Statik und Materialkunde werden die im Projekt entworfenen Produkte und die dafür verwendeten Materialien reflektierend beleuchtet.

Modul 2 Im Bachelor Industrial Design: Entwurfsgestaltung

Im zweiten Modul des Industriedesignstudiums steht die Entwurfsgestaltung im Mittelpunkt. Ziel dieses Moduls ist das Entwerfen eines Gebrauchsgegenstands. Dabei liegt die Betonung auf dem Generieren und Visualisieren von (Teil-)Lösungen, die die Formgebung, die Funktionalität und die (technische) Machbarkeit berücksichtigen. Dozenten und Tutoren, die diese Arbeit begleiten, schlüpfen in die Rolle von Prozessbegleitern und Auftraggebern. Das Projekt wird mit Vorlesungen, Seminaren, integriertem Unterricht und Praxisveranstaltungen als flankierenden Moduleinheiten kombiniert. Die Moduleinheiten „Konstruktionstechnik“, „Produktionssysteme“, „Technische Produktmodellierung“ und „Discovery“ schließen inhaltlich an das Projekt an. In den ersten drei Moduleinheiten geht es vor allem um die (technische) Machbarkeit, bei „Discovery“ lernen die Studenten, von Abstraktionen ausgehend zu entwerfen und Artefakte oder Objekte zu gestalten. Ergänzend steht auch Mathematik auf dem Stundenplan.

Modul 3 Im Bachelor Industrial Design: Die Umsetzung Von Entwürfen

Im dritten Modul geht es um die Entwicklung vom Entwurf zum Produkt. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Verhältnis zwischen Geometrie, Material und Produktionsprozess. Es werden sowohl Einzelstücke als auch Massenprodukte betrachtet. Dieses Modul baut auf Modul 2 auf. Bei der Ausarbeitung eines Entwurfs wird das Wissen, das man in den Lehrveranstaltungen des vorigen Moduls erworben hat, sofort in der Praxis angewendet. Aus dem als Einzelstück konzipierten Produkt wird ein funktionsfähiger Prototyp erstellt. Das Massenprodukt wird auf Papier vollständig ausgearbeitet. Die Moduleinheiten „Produktpräsentationen zeichnen“ und „Produktion 2“ sind eng mit dem Projekt verknüpft. Begleitend gehören zu diesem Modul die Fächer „Steifigkeit & Stärke“ sowie Mathematik.

Modul 4 Im Bachelor Industrial Design: Smart Products

Das Ziel des letzten Moduls im ersten Studienjahr ist das Entwerfen eines Produkts, das sich „intelligent verhält“. Hierfür nutzen wir eine Kombination aus Mechanik, Elektronik und Softwarelösungen. Als Mitglied eines Designteams erhält man den allgemeinen Auftrag, ein „intelligentes Produkt“ zu entwickeln. Das Team beginnt mit einer Analyse der Zielgruppe. Im nächsten Schritt werden mehrere Produktentwürfe generiert und der am besten geeignete ausgewählt. Am Ende hat man einen Entwurf und einen Prototyp. In diesem Projekt lernen die Studenten des fachbereichs Industrial Design, die richtige Balance zwischen den Teillösungen herzustellen, die sie in den Bereichen Mechatronik, Sensoren und Software gefunden haben. Darüber hinaus werden sie bei einem Anwendungstest eines User-Interfaces mit dem Thema Mensch-Produkt-Interaktion konfrontiert.

Im zweiten Studienjahr erweitern und vertiefen die Studenten ihr Wissen und ihre Fertigkeiten.

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