Studienprogramm

Das erste studienjahr

Modul 1

Struktur und Organisation des Gesundheitssystems

Zentrales Thema dieses Moduls sind chronische Gesundheitsprobleme. In der Projektgruppe betrachtet Ihr gemeinsam, welche Entwicklungen im niederländischen Gesundheitssystem die Versorgung chronisch Kranker beeinflussen. Wie wirkt sich die Krankheit auf den Alltag des Patienten aus und wie reagiert das Gesundheitswesen darauf? Welche Probleme bestehen und wie könnte man sie lösen? In der Theorie, die parallel zu dem Projekt unterrichtet wird, lernst Du mehr über das Leben mit einer chronischen Krankheit, über die Struktur und die Organisation des Gesundheitssystems sowie über die Technologie, die für die Versorgung chronisch Kranker zur Verfügung steht.

Modul 2

Gesundheit, Krankheit und Prävention

Gesellschaftliche Entwicklungen wie Überalterung und ein veränderter Lebensstil haben zur Folge, dass bestimmte Krankheiten künftig immer häufiger auftreten werden. Prävention gilt als eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von Krankheiten und frühzeitigem Sterben. Aber stimmt das wirklich?

In diesem Modul setzt Du Dich mit dieser und anderen Fragen auseinander. Mit Deinem Projektteam wählst Du eine Krankheit aus und untersuchst, wie man ihr am besten vorbeugen kann. Du befasst Dich mit der bestehenden Präventionspolitik, dem Entstehen der Krankheit, den Vorsorgemaßnahmen, die dagegen getroffen werden können, und der Behandlung der Krankheit. Anschließend beurteilt Ihr, ob die von Euch gewählte Präventionsstrategie wirklich funktioniert und ob sie auch ethisch wünschenswert ist. Zu diesem Projekt gehören die Fächer Zellbiologie, Anatomie, Pathophysiologie, Epidemiologie und Ethik.

Modul 3

Forschung im Gesundheitswesen

Die Fähigkeit, wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen, ist für einen Gesundheitswissenschaftler, der Probleme im Gesundheitswesen lösen will, ein wichtiges Hilfsmittel. Messen bedeutet wissen. In diesem Modul wählst Du in Deiner Projektgruppe ein Problem aus dem Bereich des Gesundheitswesens aus. Dabei kann es sich zum Beispiel um schlechte Kommunikation zwischen verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens handeln, um Krankenhauswartelisten oder um die Bekämpfung von Übergewicht. Anschließend vertieft sich die Projektgruppe in die Literatur, formuliert eine Fragestellung, verfasst einen Vorgehensplan für eine wissenschaftliche Untersuchung, sammelt und analysiert Daten. Die Ergebnisse fasst Ihr in einem Abschlussbericht zusammen. Neben Erfahrungen mit Forschungsmethoden und -techniken erhältst Du in diesem Modul auch Einblick in die Organisation des öffentlichen Gesundheitssystems und nicht zuletzt in die informellen Prozesse, die in den Einrichtungen der medizinischen Versorgung eine Rolle spielen. Du lernst, Gesundheitsfragen strukturiert in Angriff zu nehmen und erfährst, warum die Versorgung in der Praxis oft anders funktioniert als vorab auf dem Papier geplant. Dies sind wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten für einen Gesundheitswissenschaftler, der später Probleme in der dynamischen Praxis der Gesundheitsversorgung lost.

Modul 4

Optimierung der Gesundheitsversorgung

Am liebsten möchten wir jedem Menschen die bestmögliche Versorgung bieten – ohne Wartezeiten und zu möglichst geringen Kosten (bzw. am liebsten kostenlos). Leider ist jedoch diese ideale Situation häufig nicht gegeben, folglich müssen Kompromisse geschlossen werden. Dieses Modul behandelt die Frage: Wie sieht die optimale Gesundheitsversorgung aus und wie können wir sie organisieren?

Die Theorie gibt Einblick in die intelligente Organisation von Prozessen. In einer Praxisveranstaltung wird diese Theorie umgesetzt: Du berätst ein Krankenhaus zu der Frage, wie die Versorgung im OP organisiert werden sollte. Im Projekt dieses Moduls befasst Du Dich mit Optimierungsmöglichkeiten durch die Nutzung neuer Technologien. Welche Folgen für die Qualität, die Sicherheit und die Effizienz sind zu erwarten? Welche Folgen ergeben sich für den Patienten, für Ärzte und Pfleger, für das Management und für die Krankenversicherer?

Hier erfährst Du Näheres zum Aufbau des zweiten und dritten Studienjahres.

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