Erfahrungen

Sanne Bentum

Eine Studie über die Wirkung eines Medikaments, technische Entwicklungen … jeden Tag ist das Gesundheitswesen Thema in den Medien. All diese verschiedenen Themen spiegeln sich in meinem Studium wider! Durch die Kombination von politischen und rein medizinischen Fächern lernt man, das Gesundheitssystem in seiner ganzen Breite zu begreifen. Einmal beschäftigt man sich mit biomedizinischen Aspekten, ein anderes Mal stehen die organisatorischen oder gesellschaftlichen Seiten der Gesundheitsversorgung im Mittelpunkt. Neulich haben wir zum Beispiel untersucht, wie sich die Sicherheit in Operationssälen verbessern lässt. Ist eine effizientere Kommunikation die Lösung? Sollten wir neue Technik einsetzen? Ich finde es superinteressant, Antworten darauf zu finden. Mit meinem Wissen kann ich zur Optimierung der gesundheitlichen Versorgung beitragen. Krankenhausdirektorin klingt jetzt vielleicht etwas anmaßend, aber ich sehe mich künftig auf jeden Fall in einer Managementposition in einem medizinischen Arbeitsumfeld.

Wie kam es zu der Entscheidung, Gesundheitswissenschaften zu studieren?

Entscheidungen sind mir immer schon schwergefallen, das war bei der Wahl eines Studienfaches nicht anders. In der Oberstufe habe ich ein breites Fächerspektrum gewählt, um mir viele Optionen offen zu halten, eben weil ich eine solche Zweiflerin bin. Das Fächerpaket des Profils „Natur & Gesundheit“ gefiel mir in der Oberstufe besonders gut, deshalb habe ich im Bereich Gesundheitswesen nach einem möglichen Studienfach gesucht. An Tagen der offenen Tür habe ich mir viele Studiengänge angeschaut, von Jura über Medizin und Zahnmedizin bis Biopsychologie. Aber das perfekte Studium war nicht dabei. Ich wollte keine Ärztin werden, bei Jura hat man zu wenig Kontakt mit Menschen und Zahnärztin war es auch nicht. Nirgendwo habe ich eine breite Kombination verschiedener Fächer gefunden. Bis ich durch einen Test bei Gesundheitswissenschaften gelandet bin. Dieses Ergebnis kam heraus, weil ich angekreuzt hatte, dass es mir Spaß macht, Lösungen zu suchen, dass ich gerne organisiere und mich für das Gesundheitswesen interessiere. Am Tag der offenen Tür stellte ich fest, dass man in diesem Studium ein breites Spektrum von Themen studiert, von Anatomie auf der einen Seite bis Politik auf der anderen Seite. Das macht das Studium Gesundheitswissenschaften für mich zum perfekten Studium.

Warum hast du dich für die University of Twente entschieden?

Der Studiengang Gesundheitswissenschaften wird in den Niederlanden in mehreren Städten angeboten. Ich habe mich überall umgeschaut und mich für die Uni Twente entschieden, weil hier für mich das richtige Gleichgewicht zwischen organisatorischen und politischen Fächern einerseits und biologischen/medizinischen Fächern andererseits besteht. Auf diese Weise lernt man, das Gesundheitswesen aus allen Perspektiven zu beobachten und weiß am Ende sehr viel über sein Fachgebiet.

Wie gefällt dir das Studium an der University of Twente?

Mein Studium Gesundheitswissenschaften gefällt mir sehr gut. Da der Fachbereich nicht besonders groß ist, hat man schnell einen guten, engen Kontakt zu seinen Kommilitonen und auch zu den Professoren. Das gilt eigentlich für die ganze Universität, die Atmosphäre ist sehr offen. Toll finde ich auch, dass die Studenten an dieser Universität viel selbst organisieren. Wenn man da mitmacht, baut man sehr schnell einen engen Freundeskreis auf und verbringt eine tolle Studentenzeit!

Wie sieht deine Woche aus?

Das ist mein Terminkalender für nächste Woche:
Am Montag habe ich eine Vorlesung und ein Seminar über Anatomie und Physiologie. In der Pause treffe ich mich mit dem Organisationskomitee für ein Hockeyturnier, das wir Ende des Jahres veranstalten, und arbeite an unserem aktuellen Projekt. Am Dienstag steht eine Praxisveranstaltung auf dem Programm. Im Anatomiesaal prüfen wir die Theorie, die wir bei Anatomie gelernt haben, in der Praxis. Darauf bin ich sehr gespannt! Am Mittwoch treffe ich mich zum Arbeiten mit meiner Projektgruppe, und wir haben eine Vorlesung über Pflege- und Reha-Technik. Am Mittwoch habe ich in der Pause wieder eine Besprechung. Dieses Mal mit einem Komitee des Studienvereins, mit dem wir Lesungen zu politischen Themen planen. Dabei lerne ich viel und finde es sehr interessant, weil man sich hier mit anderen Dingen befasst als im Studium. Am Donnerstag halten meine Kommilitonen und ich vormittags Präsentationen über den Zwischenstand in unseren Projekten, und am Nachmittag habe ich eine Anatomievorlesung und ein Seminar zum Projekt. Donnerstagabend gehen wir wahrscheinlich zusammen aus, denn der Donnerstag ist als Ausgehabend unter Studenten quasi eine Institution. Diese Woche kommt das gut aus, denn Freitag habe ich frei.

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