Biomedizinische Technik

Nach dem bachelor

Mit dem Bachelor in Biomedizinischer Technik stehen Dir zahlreiche Möglichkeiten offen. Du kannst – in verschiedenen – Branchen sofort ins Berufsleben einsteigen oder Dein Studium in einem Masterstudiengang, beispielsweise in Biomedical Engineering, weiter vertiefen.

MASTERSTUDIENGÄNGE

Nach dem Bachelorstudiengang Biomedizinische Technik schließen die meisten Studenten der University of Twente den zweijährigen englischsprachigen Masterstudiengang Biomedical Engineering an, der ebenfalls hier angeboten wird. Mit dem Bachelordiplom in Biomedizinischer Technik hat man automatisch die Zulassung dafür. Dieser Master bietet Dir die Möglichkeit, Dich in einer von drei Fachrichtungen weiter zu spezialisieren. Das Studium wird mit dem Titel Master of Science abgeschlossen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, sich in einer speziellen technischen Richtung weiter zu spezialisieren und beispielsweise den Masterstudiengang Mechanical Engineering zu belegen.

DER MASTERSTUDIENGANG BIOMEDICAL ENGINEERING

Im ersten Jahr des Masterstudiengangs Biomedical Engineering vertiefst Du Dein Wissen in einer der Spezialisierungen Bionanotechnology, Imaging & Diagnostics oder Neural & Motor Systems. Darüber hinaus entscheidest Du Dich zwischen zwei Schwerpunkten – entweder Forschung oder Anwendung und Entwurf –, je nachdem, welchen Weg Du nach dem Studium einschlagen möchtest. Willst Du in der (wissenschaftlichen) Forschung (an einem Institut wie dem MIRA oder in einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung)  arbeiten? Oder siehst Du Deine Zukunft in der Wirtschaft als Entwickler neuer technologischer Anwendungen? Je nach Deinen Vorlieben stellst Du Dir Dein Fächerpaket zusammen.

Das zweite Studienjahr besteht aus einem (internationalen) dreimonatigen Praktikum und der Masterarbeit. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Masterstudiengangs darf man die Titel Ingenieur und Master of Science führen.

SPEZIALISIERUNGEN IM MASTERSTUDIUM


Bionanotechnology

In der Spezialisierung Bionanotechnology geht es um die Reparatur von defektem Gewebe wie Knochen, Blutgefäßen oder Organen. Bei der Erforschung von Zellwachstum und Gewebeersatz treffen verschiedene Fachrichtungen, wie Biologie, Chemie, Nanotechnologie und Engineering, aufeinander. Geforscht wird nach innovativen Methoden, um patienteneigene Zellen für das Züchten von neuem Gewebe zu verwenden. Ein möglicher Weg besteht darin, Zellen des Patienten auf einer Art Gerüst aus Biomaterial zu züchten. Dieses Gerüst kann anschließend mit den Zellen in den Körper des Patienten eingesetzt werden und löst sich während des Heilungsprozesses allmählich auf. So kann man beispielsweise neuen Knorpel in einem arthritischen Knie wachsen lassen.

Imaging & Diagnostics

Bei dieser Spezialisierung geht es darum (Krankheits-)Prozesse im menschlichen Körper sichtbar zu machen, und zwar mithilfe der neuesten Technik aus den Bereichen (Photo-)Akustik, Sonografie, Magnetismus und Strahlung. Im Forschungsinstitut MIRA wurde beispielsweise eine Methode entwickelt, Brustkrebs bei Frauen mithilfe von Photoakustik präzise und schmerzlos zu diagnostizieren. Ein anderes großes Forschungfeld auf dem Gebiet dieser Spezialisierung widmet sich der Entdeckung und Zerstörung von Tumoren mit Nanoteilchen.

Neural & Motor Systems

Diese Spezialisierung beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen Gehirn, Nerven, Muskeln und Skelett. Die Forschung im Bereich dieser Spezialisierung befasst sich u.a. mit der Entwicklung von hochmodernen Reha-Robotern, von Geräten zur Messung der Schmerzempfindlichkeit eines Patienten, von 3D-Bewegungssensoren und von innovativen Prothesen.

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