Aktuell (auf Deutsch)

Der Initiator der Rosetta-Mission kommt nach Twente Dr. Gerhard Schwehm gibt am 24. November ein Update zur Mission und erzählt über sein Lebenswerk

Am Montag, dem 24. November, hält Dr. Gerhard Schwehm, "Vater" und bis vor kurzem Leiter der Rosetta-Mission, einen Vortrag an der Universität Twente.  Schwehm hat die seit 1985 geplante Rosetta-Mission von Anfang an begleitet. Vor einigen Monaten ging er in den Ruhestand.

Schwehm (Deutschland, geb. 1949) erörtert den aktuellen Stand der Rosetta-Mission, die historische Mission mit Raumsonden, und erzählt über sein Lebenswerk bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Schwehm promovierte an der Ruhr-Universität in Bochum und erforschte im Auftrag des European Space Operations Centre (ESOC) die Staubumgebung des Kometen Halley. Er wird dann der erste Planetenforscher der ESA, um das Rosetta-Projekt als leitender Wissenschaftler zu leiten.

Die Raumsonde Rosetta hat einen Hauch von Twente

Neben dem bereits gelandeten Lander Philae befinden sich an Bord der Raumsonde Rosetta elf wissenschaftliche Analysegeräte. Zu den Instrumenten gehört auch das Rastersondermikroskop MIDAS (Micro-Imaging Dust Analysis System), das die Staubumgebung von Asteroiden und Kometen inspiziert. Mit diesem Gerät können Informationen über Staubteilchen aus dem Kometenschweif gewonnen werden. Midas hat einen Hauch von Twente.

Die Universität Twente hat vier der 16 Sensoren des MIDAS mit einer Magnetschicht ausgestattet. Mit diesen Magnetsensoren kann bestimmt werden, ob die Staubteilchen aus Eisenoxid bestehen. Dieser Beitrag stammt von Martin Siekman und Leon Abelmann (EWI Fakultät/CTIT Forschungsinstitut).

Hier findest du eine Übersicht aller Instrumente, die sich an Bord der Raumsonde Rosetta befinden.

Über Rosetta

Rosetta ist eine Raumsonde, die von der ESA finanziert wird. Rosetta hat sich im Jahr  2014 in eine Umlaufbahn des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko eingelenkt, um diesen zu erforschen. Am 12. November löst sich der Lander  Philae von der Muttersonde, um die erste Landung auf einem Kometen zu vollbringen. Beim ersten Landeversuch hopst Philae ein bisschen auf dem Kometen, der Lander kann sich erst beim dritten Versuch auf der Oberfläche verankern. Wissenschaftler vermuten, dass der Lander an einem Kraterrand oder in einer Felsspalte gelandet war, wo er nicht genügend Sonnenlicht bekam. Die Sonde hat sich in einen Standby-Modus versetzt, die Batterien sind leer. Alle Instrumente sind abgeschaltet. Als sich der Komet in den nächsten Monaten immer mehr der Sonne nähert, werden die Batterien wieder aufgeladen und kann die Sonde ihre Untersuchung fortsetzen.

ESA hat die ersten Aufnahmen der historischen Kometenlandung veröffentlicht.

Week of Inspiration

Der Besuch von Gerhard Schwehm findet im Rahmen der "Woche der Inspiration" statt, die von der Universität Twente organisiert wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.utwente.nl/weekofinspiration. Der Vortrag beginnt am 24. November um 19.30 Uhr im Gebäude "de Waaier", Saal 1. Zur Online-Anmeldung.

Die "Woche der Inspiration" wird von sieben Studenten organisiert, die an dem Exzellenzprogramm der Universität Twente teilnehmen oder teilgenommen haben. Mit diesen Exzellenzprogrammen werden begabte Studenten gefördert, die über den Tellerrand hinausblicken können und nach Möglichkeiten suchen, um mit ihren Ideen Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben und diese neu zu gestalten. Diese Programme kombinieren Technologie und Sozialwissenschaften.